Schriftgröße  
 

Plattform mit Tipps und Empfehlungen für Angehörige und rechtliche Betreuer

Rolle der Angehörigen und rechtlichen Betreuer

 

Den Angehörigen und rechtlichen BetreuerInnen kommt in den Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz eine entscheidende Rolle zu. Sie sind es in erster Linie, die die Qualität der Betreuung und Pflege durch ihre Teilhabe am Leben und der Alltagsgestaltung in der WG garantieren.

 

Über Anmerkungen, Wünsche, Kritik oder Rückmeldungen freuen wir uns: verein@swa-berlin.de

  

Wenn Sie zu einer Wohngemeinschaft, für die eine Selbstverpflichtung auf die Qualitätskriterien des SWA vorliegt, Fragen oder Beschwerden zur Qualität haben, können Sie sich an den SWA wenden. Wir haben eine Schiedsstelle für Beschwerden eingerichtet. Mehr

 

Tipps für Angehörigen- und Betreuergruppen

 

Wie können Angehörige und rechtliche Betreuer in Kontakt treten? 

Denn: Viele Angehörige und Betreuer einer WG kennen sich nicht! Das sollte natürlich nicht passieren, kommt aber immer wieder vor.

 

In ambulant betreuten Wohngemeinschaften mit ihrer geteilten Verantwortung werden durch die Gruppe der Angehörigen und Betreuer gemeinsame Entscheidungen und Absprachen zur Alltagsgestaltung und Versorgung mit dem Pflegeanbieter getroffen. Dazu müssen sich alle Beteiligten untereinander austauschen und abstimmen können. Achten Sie daher auf gute Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb ihrer Gruppe!

 

Wenn Sie als Angehöriger oder Betreuer keinen Kontakt zu anderen Bewohnervertretern finden, dann werden Sie aktiv!

  • Fragen Sie bei den Pflegedienstmitarbeitern nach der Telefon- oder Adressliste der anderen Bewohnervertreter. Fragen Sie, ob es bestimmte Termine gibt, bei denen Sie auf andere  Angehörige/Betreuer treffen können. Fragen Sie, wann das nächste Angehörigentreffen oder Fest stattfindet, auf dem sie Angehörigen oder Betreuern persönlich begegnen können.
  • Stellen Sie sich den anderen Bewohnervertretern vor! Wenn Sie in der Wohngemeinschaft niemanden persönlich antreffen, stellen Sie sich bei den anderen durch einen kleinen Begrüßungsbrief vor. Vielleicht möchten Sie auch mitteilen, was ihnen und ihrem Angehörigen oder Betreuten besonders am Herzen liegt und natürlich sollten Sie die anderen darüber informieren, wie sie mit Ihnen in Kontakt treten können. Umgekehrt können Sie darum bitten, dass man Ihnen mitteilt, wie sie die anderen Vertreter am besten erreichen können.
  • Wenn es in Ihrer WG noch keine Adress- oder Telefonliste der Angehörigen und Betreuer gibt, und der Pflegedienst Ihnen die Kontaktdaten nicht nennen möchte, bitten Sie darum, dass Ihre Briefe in diesem Fall durch den Pflegedienst an die anderen Vertreter weiter geleitet werden.
  • Einige Pflegedienste haben datenschutzrechtliche Bedenken wegen der Weitergabe der Daten. Oftmals bestehen keine Absprachen dazu und somit liegt auch kein Einverständnis der Angehörigen und Betreuer zur Weitergabe der Daten vor. Das ist ein wichtiger und ernst zu nehmender Einwand. Wir empfehlen daher Pflegediensten und/oder Vermietern, sich von allen Bewohnervertretern schriftlich bestätigen lassen, welche Daten an die anderen Gruppenmitglieder zwecks Kontaktaufnahme weiter gegeben werden sollen. Am besten gleich bei Einzug neuer BewohnerInnen.

Vordruck einer Einverständniserklärung zur Weitergabe von persönlichen Kontaktdaten: Hier

 

 

Kommunikationsförderung von Angehörigen-/Betreuergruppen in ambulant betreuten Wohngemeinschaften:

 

Infobrett zum Austausch zwischen Bewohnervertretern

 

In jeder WG findet sich ein Platz für ein Infobrett, mit dem der Austausch zwischen Angehörigen und Betreuern auf einfache Weise unterstützt werden kann - selbst wenn diese zu unterschiedlichen Zeiten in der WG präsent sind. Auf einem „schwarzen Brett“ können z.B. Themenwünsche für anstehende Angehörigentreffen gesammelt werden oder wichtige Termin und Veränderungen mitgeteilt werden.

 

* Rolle der Betreuer